AGEB: Energieverbrauch im ersten Halbjahr 2026 rückläufig

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen – AGEB) hat aktuelle Daten zum Energieverbrauch in Deutschland für das erste und zweite Quartal 2026 veröffentlicht. Der Primärenergieverbrauch sank im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent. Erneuerbare Energien legten zu, während sich bei den fossilen Energieträgern ein unterschiedliches Bild zeigte.

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland erreichte in den ersten sechs Monaten 2026 nach vorläufigen Berechnungen 5.341 Petajoule. Damit stabilisierte sich der bereits im ersten Quartal beobachtete Verbrauchsrückgang. Ursächlich hierfür waren unter anderem weitere Produktionsrückgänge im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe sowie gestiegene Energiepreise. Der zunächst höhere Energieverbrauch für Raumwärme schwächte sich im Jahresverlauf hingegen deutlich ab.

Bei den einzelnen Energieträgern zeigte sich eine unterschiedliche Entwicklung. Der Mineralölverbrauch sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 8 Prozent, der Braunkohleverbrauch um rund 4 Prozent. Dagegen nahm der Erdgasverbrauch leicht um 1,3 Prozent zu. Einen deutlicheren Anstieg verzeichnete Steinkohle mit knapp 7 Prozent. Dabei erhöhte sich sowohl der Einsatz in Kraftwerken zur Stromerzeugung als auch der Absatz an die Eisen- und Stahlindustrie.

Die erneuerbaren Energien legten im ersten Halbjahr insgesamt um rund 4 Prozent zu. Besonders deutlich stieg die Stromerzeugung aus Windenergie mit einem Plus von 12 Prozent gegenüber dem windschwachen Vorjahreszeitraum. Die Solarstromerzeugung erhöhte sich um 4 Prozent. Die mittels elektrischer Wärmepumpen nutzbar gemachte Umweltenergie verzeichnete einen Zuwachs von 19 Prozent.

Beim Stromaustausch mit den Nachbarländern ergab sich im ersten Halbjahr 2026 ein nahezu ausgeglichener Saldo. In den Jahren 2024 und 2025 hatte Deutschland zur Jahresmitte noch einen deutlichen Stromimportsaldo aufgewiesen. Gleichzeitig gingen die energiebedingten CO₂-Emissionen nach ersten Berechnungen der AG Energiebilanzen um rund 2,5 Prozent beziehungsweise etwa 8 Millionen Tonnen zurück.

>> Energieverbrauch in Deutschland – Daten für das 1. und 2. Quartal 2026

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