Aktuelle Kurzmeldungen 09-2025

Energie/Berichtspflichten: Erste Gesetzentwürfe liegen vor

Nach den Kabinettsbeschlüssen zu den Gesetzentwürfen für den Herbst 2025 liegen nun die Entwürfe vor. Die Vorhaben wurden in diesem Artikel Bundeskabinett bringt Entlastungen auf den Weg zusammengefasst. Hier sind die nach und nach eingereichten Drucksachen zu finden. Die angestrebten Entlastungen aus den Gesetzesänderungen sollen bereits ab 2026 wirken. ISPEX wird weiter hierzu berichten.

Entfristung Entlastung UdPG § 9b StromStG
Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Energiesteuer- und des Stromsteuergesetzes
BR-Drs. 427/25

Abschaffung der Gasspeicherumlage
Entwurf eines Vierten Gesetzes zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes*
BR-Drs. 384/25

Update 12.09.2025:
BT-Drs. 21/1496

Senkung der Übetragungsnetzentgelte
Gesetzentwurf für einen Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten für das Jahr 2026
Referentenentwurf des BMWE, Stand 21.08.2025

Update 12.09.2025:
BR-Drs. 445/25

CSRD
Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2464 hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen in der durch die Richtlinie (EU) 2025/794 geänderten Fassung
RegE

Lieferkettengesetz
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes –
Entlastung der Unternehmen durch anwendungs- und vollzugsfreundliche Umsetzung
BR-Drs. 422/25


*i.V. mit Entwurf eines Haushaltsbegleitgesetzes 2025 BT-Drs. 21/778


BNetzA: Bericht Versorgungssicherheit Strom

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat den Bericht 2025 zur Versorgungssicherheit mit Elektrizität veröffentlicht. Der von der Bundesregierung am 3. September 2025 beschlossene Bericht untersucht die Entwicklung bis 2035 und bewertet sowohl ein Zielszenario als auch ein Szenario mit Verzögerungen in der Energiewende.

Nach den Modellrechnungen bleibt die Versorgungssicherheit gewährleistet, wenn zusätzliche steuerbare Kapazitäten aufgebaut werden. Im Zielszenario sind bis zu 22,4 Gigawatt erforderlich, im Szenario „Verzögerte Energiewende“ bis zu 35,5 Gigawatt. Entscheidend ist dabei der fristgerechte Ausbau von Wind- und Photovoltaikanlagen, Netzen, Speichern sowie die Erschließung von Nachfrageflexibilitäten.

Die BNetzA weist darauf hin, dass insbesondere flexible Verbraucher wie Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und Industrieprozesse einen wichtigen Beitrag leisten können. Auch Speicher gewinnen an Bedeutung, da sie in Zeiten hoher Nachfrage kurzfristig Kapazitäten bereitstellen können. Verzögerungen beim Ausbau dieser Flexibilitäten würden den Bedarf an neuen regelbaren Kraftwerken zusätzlich erhöhen.

Die BNetzA macht zudem deutlich, dass die im Rahmen der Kraftwerksstrategie vorgesehenen Kapazitäten nicht ausreichen. Weitere Investitionen in konventionelle, regelbare Anlagen seien notwendig. Parallel arbeitet die Bundesregierung an einem technologieneutralen Kapazitätsmechanismus, um Anreize für den Neubau zu schaffen.

Darüber hinaus betont die Behörde die Bedeutung des Netzausbaus und ausreichender Redispatch-Möglichkeiten. Nur wenn die geplanten Projekte rechtzeitig umgesetzt werden, könne die Versorgungssicherheit langfristig gewährleistet werden.

>> Versorgungssicherheit Strom Bericht 2025 (PDF)

 
Welche Neuerungen werden für 2026 relevant? Welche neuen Fristen und Anforderungen kommen auf Sie zu?

Auch in diesem Jahr machen wir Sie im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe Energiekalender 2026 mit den wichtigsten Anforderungen im Bereich Energie im November vertraut. Vermeiden Sie Fehler und Versäumnisse und sichern Sie so Ihrem Unternehmen Vergünstigungen und Erleichterungen.

Sie finden die Übersicht mit den Terminen hier.
 


Destatis: 5,9 Prozent weniger EE-Strom 1. Hj. 2025

Im 1. Halbjahr 2025 wurden rund 221 Mrd. kWh Strom erzeugt. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) entspricht dies einem leichten Plus von 0,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Anteil erneuerbarer Energien an der inländischen Stromproduktion sank von 61,6 auf 57,8 %. Insgesamt wurden 127,7 Mrd. kWh aus erneuerbaren Quellen eingespeist, 5,9 % weniger als im 1. Halbjahr 2024. Verantwortlich dafür war vor allem ein Rückgang der Windstromerzeugung um 18,1 % auf 60,2 Mrd. kWh infolge schwacher Windverhältnisse. Die Photovoltaik legte dagegen um 27,9 % auf 39,3 Mrd. kWh zu und stieg damit mit einem Anteil von 17,8 % zum drittwichtigsten Energieträger auf.

Die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern erhöhte sich um 10,1 % auf 93,2 Mrd. kWh. Kohle blieb mit einem Plus von 9,3 % auf 50,3 Mrd. kWh der zweitwichtigste Energieträger (22,7 % Anteil). Erdgas kam trotz eines Anstiegs um 11,6 % auf 35,8 Mrd. kWh mit 16,2 % Anteil auf Rang vier.

Die Stromimporte nach Deutschland stiegen um 0,8 % auf 37,8 Mrd. kWh, während die Exporte um 6,5 % auf 29,5 Mrd. kWh zunahmen. Der Importüberschuss verringerte sich damit auf 8,3 Mrd. kWh (1. Halbjahr 2024: 9,8 Mrd.). Insgesamt stand eine verfügbare Strommenge von 229,2 Mrd. kWh zur Verfügung, 0,4 % weniger als im Vorjahr.

>> Pressemitteilung Destatis

 
Veranstaltungstipp: ISPEX Energiefrühstück
Am 3. Freitag im Monat informieren unsere Experten über aktuelle Preisentwicklungen und Markttendenzen – fundiert und kompakt.

Nächster Termin: Freitag, 19. September 2025.

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