BEHG: Nationale Regelung auch 2027

Der Übergang des Nationalen Brennstoffemissionshandels (nEHS) nach BEHG zum Europäischen Emissionshandel (EU-ETS 2) wurde auf europäischer Ebene um ein Jahr verschoben. Für 2027 sah das BEHG bislang vor, den nationalen CO₂-Preis anhand des mengengewichteten Durchschnittspreises der Versteigerungen im EU-ETS 1 zu bestimmen. Diese Regelung soll nun geändert werden.

Die Regierungskoalition hatte sich im Koalitionsausschuss am 12. Mai 2026 darauf verständigt, die CO₂-Bepreisung im nationalen Brennstoffemissionshandel 2027 auf dem Niveau des Vorjahres zu stabilisieren. Das Bundeskabinett hat dazu am 13. August 2026 den Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes beschlossen. Als Begründung nennt der Gesetzentwurf die durch verschiedene globale Krisenherde weiterhin angespannte Lage auf den Energie- und Rohstoffmärkten sowie das Ziel, Planungssicherheit für Unternehmen zu schaffen.

Dem Gesetzentwurf zufolge soll deshalb auch 2027 der bereits für 2026 geltende Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂ zur Anwendung kommen. Bei Erdgas entspricht dies einer CO₂-Bepreisung von 0,9977 ct/kWh bis 1,1791 ct/kWh.

Neben dem BEHG sollen auch die Brennstoffemissionshandelsverordnung (BEHV) und die Doppelbilanzierungsverordnung (BEDV) angepasst werden. Letztere soll insbesondere den Umgang mit eingelagerten Brennstoffmengen regeln und das Kompensationsverfahren für Doppelerfassungen vereinfachen.

>> Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (12.08.2026)

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